Kein Bier für Gamer: PCs in Lokal sind Glücksspielautomaten

Kein Bier für Gamer
Köln sieht PCs in eSport-Lokal als Glücksspielautomaten

Bild Quelle: PC Games Hardware

von Antonio FunesIn Köln eröffnete vor kurzem das Restaurant DVision eSports Diner Cologne. Das von Hobby-Gamern ins Leben gerufene Lokal bietet neben Essen und Getränken auch einen Bereich mit PCs, an denen man Computergames spielen kann. Die Stadt Köln, die sich mit Gaming gerne ein modernes Image verpasst, stuft dies als Glückspiel ein und verweigert die Schanklizenz.


In letzter Zeit werden einzelne Spiele oder zumindest bestimmte Spielmodi in einzelnen Games vor allem wegen Lootboxen immer häufiger mit dem Vorwurf konfrontiert, einen hohen Glücksspielinhalt zu haben. Trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, PC-Spiele allgemein als „Glückspiele“ einzustufen, schon gar nicht im aktuell gesetzlich gemeinten Sinn, bei dem es beispielweise um Automaten geht, in die man Geld einwirft in der Hoffnung, dass die Automatenelemente an der richtigen Stelle stehenbleiben und einen Gewinn ausschütten. In Köln, so berichtet die Boulevardzeitung Express, scheinen dies aber einige Verantwortliche anders zu sehen und stufen Gaming-PCs in einem Restaurant als Glückspielgeräte ein.

Und das ausgerechnet in Köln, der Stadt, die die Gamescom neben älteren kulturellen Sehenswürdigkeiten als ein wichtiges Zugpferd für Tourismus und ein modernes Image sieht. Auch die ESL-Meisterschaft findet in der Kölner Lanxessarena, der größten deutschen Veranstaltungshalle, statt, und der Spielegigant EA hat seinen Deutschlandsitz in Köln. Somit ist Gaming im Allgemeinen ein eigentlich wichtiger und geförderter Imagefaktor für die Stadt. Wie der Express berichtet, bekam das Restaurant „DVision eSports Diner Cologne“ von der Stadt Köln, genauer gesagt vom städtischen Gewerbeamt, keine Schanklizenz für Alkohol, da die PCs im Gaming-Bereich als Glücksspielautomaten eingestuft wurden. Um zu verhindern, dass Glückspiel- und Alkoholsucht am gleichen Ort zusammenkommen, ist nämlich der Alkoholausschank im Zusammenhang mit Stätten, in denen mehrere Glücksspielautomaten stehen verboten. In normalen Gaststätten und Restaurants sind mittlerweile maximal zwei Glückspielautomaten erlaubt.

Das DVision eSports Diner Cologne äußerte sich dazu inzwischen unter anderem über twitter. Besonders ärgerlich ist dabei auch, dass die Betreiber des Restaurants schon Monate zuvor einen Antrag mit allen Details zu dem Restaurant gestellt hatten, der nicht beanstandet wurde, und in Folge dessen viel Geld in den Umbau der Lokalität investierten. Ein Mitarbeiter des Gewerbeamtes der Stadt Köln soll auf eine telefonische Anfrage des Express geantwortet haben, dass solche „Geräte“ – also die PCs – unter den Glückspielstaatsvertrag fielen – die Begriffe Counterstrike oder gar der ESL (Electronic Sports League) waren ihm unbekannt. Ob es sich nun nur um ein Missverständnis beziehungsweise Inkompetenz handelt oder ob die Stadt Köln rechtlich gesehen korrekt handelt, möglicherweise auch in Abhängigkeit davon, um welche Spiele es geht, wird sich bei einem Treffen der Betreiber und der Stadt Köln zeigen. Flankenschutz bekommt das Restaurant vom Gaststättenverband DEHOGA.

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